Fachfragen bei Fachfragen.de

 
Tryout (Gast) fragt am 01.11.2011 bei Fachfragen.de:
 
Wir möchten auf den Beton unserer Garage (zurzeit Rohbau) einen 3cm-Verbundestrich legen lassen (26m2 Bodenfläche) und haben dazu einige Fragen:

- Auf welche Ausführungsdetails müssen wir unbedingt achten?

- Wie ist das Gefälle zu planen, um einen möglichst effektiven Wasserabfluss zu gewährleisten?

- Was würde eine Fachfirma (in etwa) für diese Arbeit kalkulieren?

- In der Garage ist zurzeit weder Tür, Tor noch Fenster. Kann der Estrich bei Herbst/Winter-Witterungsbedingungen quasi im Freien überhaupt trocknen?
 
 
  
 
1 Antwort(en), letzte am 02.11.2011:
 
   Päffgen GmbH (Fachfirma) schreibt am 02.11.2011:
 
Um die notwendige Haftung zu gewährleisten, muss der Rohbeton hinreichend aufgeraut und absolut frei von Staub, Öl oder Mörtelresten beispielsweise sein. Bei befahrenen Flächen muss die Haftzugfestigkeitsklasse mindestens B1,5 betragen. Hier müssen also in Abhängigkeit vom Ist-Zustand die Vorarbeiten Teil des Angebotes sein. Dann ist der Rohbeton circa 48 Stunden zu nässen, bevor der Verbundestrich eingebaut wird. Auf den pfützenfreien, leicht wieder angetrockneten Rohbeton wird zuvor eine Haftbrücke aufgetragen und mit dem Estrich frisch in frisch verarbeitet. Eventuell muss dem Estrich zur Verbesserung der Festigkeit eine Kunstharzdispersion zugesetzt werden. Fugen im Verbundestrich dürfen nur über Fugen im Tragbeton angelegt werden. An tragenden aufgehenden Bauwerksteilen sollten zudem Randstreifen gestellt werden. Das Gefälle hätte im Rohbeton angelegt werden müssen. Verbundestrich wird üblicherweise in einer Stärke eingebaut. Estrich darf in der Trockenphase keinen Frost bekommen. Eine ausgewiesene Fachfirma mit entsprechenden Referenzen ist vielleicht etwas teurer, aber der Mehrpreis lohnt sich sicher.